Testbericht: UVI Tines Anthology
Saturday, June 23, 2012 at 1:57PM
Wie ich schon vor kurzem mal erwähnte stellt UVI eine neue Sammlung von legendären E-Pianos vor: Tines Anthology. Acht E-Pianos, gebaut zwischen 1965 und 2007 wurden penibel gesampelt und in ein Software-Instrument gepackt:
Zwei der frühesten Mk I Modelle - gebaut zwischen 1974 und 1978, ein MkII - eines der populärsten E-Pianos ab 1981, ein Mk III, sehr seltenes Modell - gebaut 1982, ein Mk V - ebenfalls ein eher seltenes Gerät aus dem Jahr 1984. Aus 2007 gibt es ein Mk 7 und als besondere Draufgabe zwei Piano Bass von 1965 und 1970.
Laut UVI wurde ein konsequenter Sampling-Prozess verfolgt und feinstes Gerät kam zum Einsatz um ein makelloses Resultat zu erzielen. Gesampelt wurde auf 24bit / 96kHz mit anschliessendem Downsampling auf 16bit / 44.1kHz.
Tines Anthology läuft auf Mac oder PC via UVI Workstation 2.0.5 im Stand-Alone Modus oder als RTAS, -Audio Unit, -MAS, -VST Plugin. Betrieb unter MOTU MachFive 3.1 ebenso möglich.
Systemvoraussetzungen Mac: Intel, OS X 10.5 und neuer, 2 GB RAM, 5 GB freier Speicher. Windows: Core duo oder schneller, XP SP2 oder höher, Vista, 1 GB RAM, 5 GB Speicher.
Installation:
Tines Anthology kommt als 4.3 GB Download, Die Autorisierung und Freischaltung der iLok Lizenz nimmt man bequem über den entsprechenden Link bei UVI vor, worauf man sich die Lizenz auf seinen ilok Key lädt. Zur Installation zieht man einfach, vorausgesetzt man hat bereits die UVI Workstation 2.0.5 auf seinem System installiert, die .ufs Datei nach (in meinem Fall OS X): HD/ Library/ Applicatio Support, UVISoundbanks.
In Action:
Hat man nun UVI’s Workstation in Position gebracht (enweder als Standalone oder Plugin in seiner DAW) wählt man über den Browser aus seinem Soundbanks Tines Anthology das gewünschte Instrument aus (wie erwähnt stehen acht zur Verfügung). Das Laden geht wirklich fix von statten und es präsentiert sich ein geschmackvolles Interface, versehen mit Zugriffsmöglichkeiten auf die wichtigsten, für das Instrument typische, Parameter und Effekte. Unter “Options” lassen sich auch Velocity und Sustain-Pedalgeräusche einstellen und ein 4-Band EQ steht zur Klangregelung zur Verfügung.
Möchte man allerdings so richtig tüfteln kann man sich unter “fx” (zu finden rechts oben in der Menüleiste der Workstation) Zugriff auf sämtliche Effektparameter verschaffen und sich nach Lust und Laune kreativ umtun. Unter anderem findet sich hier eine Auswahl an “Guitar Boxes” und “Mic” aus der man sich die passende Kombination zur Abnahme und Verstärkung aussuchen kann. Für jene, die sowas in diesem Zusammenhang gebrauchen können, bietet Tines Anthology auch eine Reihe von Arpepegiatorfunktionen die ebenso über die Menüleiste der Workstation zugünglich sind.
Fazit:
UVI hat mit Tines Anthology eine sehr schöne Sammlung an E-Pianos geschaffen. Bereits die Presets überzeugen absolut und die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten bieten jede Menge Potential zum Tüfteln und Verfeinern der Sounds - je nach Notwendigkeit und Laune. Die Bedienoberflächen der einzelnen Instrumente sind authentisch und schlicht gehalten, das Prinzip der “Verwaltung” dieser Instrumente (oder besser gesagt Soundbanks) über UVI’s Workstation halte ich persönlich für sehr gelungen. Sehr empfehlenswert.
UVI Tines Anthology gibt es momentan zum Einführungspreis von 118.71 EUR (regulärer Preis: 158.54 EUR)
Hier einige Klangbeispiele:

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