Arbeiten mit Video in Pro Tools - Teil 6
Monday, April 23, 2012 at 7:24PM
Als erste Einstellung stelle man sich Folgendes vor: Ein Laster fährt in den Vordergrund, passiert die Szene von rechts nach links, gefolgt von einem Shot mit Mähdrescher. Der Sync- Sound kam in Mono, wir haben jedoch das meiste mit Effekten aus einer Library ersetzt.
Bei Post-Production geht es im Prinzip wirklich darum, die Sounds einer Session zu ergänzen oder auszutauschen, die Übergänge mit Hilfe von Crossfades zu glätten usw., um dann schlussendlich die brauchbaren Teile des originalen Sync-Sounds und alle anderen Elemente, inklusive Musik, zu einem schlüssigen Produkt zu mischen.
Post-Production Studios verfügen über Soundeffect Libraries, oft bestehend aus eigens und speziell aufgenommenen Sounds und Libraries erstellt von Firmen wie BBC, Digiffects, oder Sound Ideas. Immer populärer werden auch Sound-Libraries die als Download bei Firmen wie StockMusic.com und Sound-Effects-Library.com und anderen beziehbar sind.
Ursprünglich wurden Sound Libraries auf Vinyl-Platten oder Band gespeichert, die Sounds waren in Katalogen indiziert aus denen man sich die passenden Sounds suchte. Danach kamen CD’s, und letztlich Festplatten zur Speicherung zum Einsatz. Die gängigsten Formate sind MP3 und WAV und zur Suche, Auswahl und Import haben sich unter anderem Anwendungen wie Soundminer oder Mtools von Gallery Software etabliert.
Als Alternative empfiehlt sich hier natürlich Digibase Pro (in Pro Tools integriert) zur Suche und Auswahl. Man nutzt Digibase Pro um seine Soundeffekte zu katalogisieren um in weiterer Folge über den Arbeitsbereich-Browser (Windows>Workspace>Katalog) seine Sounds zu wählen, ohne die Pro Tools Umgebung verlassen zu müssen.
Über die Eingabe von Stichworten in die Suchmaske (in unserem Fall…Laster etc…..) durchsucht Pro Tools sämtliche, auf dem jeweiligen System gespeicherten und katalogisierten Sounds, und generiert eine Liste von entsprechenden Effekten. Zum Abhören klickt man entweder auf das Lautsprechersymbol der gewählten Datei (Wiedergabe ab Beginn der Datei), oder man klickt direkt an eine beliebige Stelle in die Wellenform und die Wiedergabe erfolgt eben ab da. Hat man nun einen passenden Effekt gefunden, importiert man den mittels Drag & Drop direkt in die Pro Tools Session - die Datei wird dabei automatisch konvertiert.

Digibase Pro ermöglicht also Auswahl und Import von Sound-Effekten auf bequeme Weise, ohne dass man sich erst durch umfangreiche Kataloge und Sample CDs arbeiten muss bevor man die passende Lösung gefunden hat.

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