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Arbeiten mit Video in Pro Tools - Teil 4

Im Idealfall arbeitet man natürlich mit einer eingebetteten Datei (Embedded File), so hat man alle notwendigen Informationen (Audio und Schnittlisten) in einer kompakten Datei. Weiters braucht man noch die Videodatei - Quicktime oder DV Movie. Obwohl .dv Movies relativ grosse Dateien sind, sollte man doch diese für die Arbeit in Pro Tools bevorzugen, da sie etwas weniger CPU brauchen als Quicktime. Achtung - .dv Dateien aus iMovie sind DV Stream Files und funktionieren nicht in Pro Tools.

Hier einige Tipps zu Codecs die mit Pro Tools gut funktionieren:

Zu bevorzugen sind Intraframe Codes (DV, Motion JPEG-A Photo JPEG ,etc….)

Vermeiden sollte man Interframe Codes (H264, Sorensen, etc…). Interframe Codes benötigen einfach eine Menge an CPU.

Unabhängig vom Codec für den man sich entscheidet sollte man auf eingebetteten Timecode ( Burn-In, BITC) achten.

Nun importiert man das Video (beschrieben in Teil 3 dieser Serie) und positioniert es entweder am Sessionstart, am Positions-Cursor oder an einer spezifischen Timecode Position. Pro Tools erstellt automatisch eine Videospur und ein Moviefenster. Wenn man nun zum Start der Session (zum ersten Frame des Videos) geht kann man nun im Fenster Session Setup den Sessionstart mit dem Timecode im Video abgleichen indem man den selben Wert eingibt der im Video Burn-In sichtbar ist.

Bei Bedarf kann man auch den Session Start so eingeben dass man eben etwas Raum vor dem Start des Videos lässt (….für Leader, Two Pop…..): Im Fenster Session Set Up gibt man nun den gewünschten Zeitwert ein….bestätigen. Um sicherzustellen dass das Video an der richtigen Position bleibt sollte man im Dialogfenster “Main Time Code” wählen. Die Pro Tools Session beginnt mit einem früheren Zeitwert, das Video bleibt jedoch an seiner korrekten Position. Zur Sicherheit sollte man den Position Cursor an das Ende der Session bringen und kontrollieren ob der Video Timecode (BITC) mit dem Timecode in Pro Tools übereinstimmt.

Sollten die Werte nicht übereinstimmen kann das an fehlenden Frames im Video liegen oder an unterschiedlichen Frame Rate Einstellungen. Das kann man aber ganz einfach im Inspektor Fenster im Quicktime Player überprüfen. In unserem Beispiel sind es 25 Frames/Sekunde.

Nachdem das Video in der Session ist kann man jetzt die OMF Datei mit dem Audio etc. in die Session importieren (seit Pro Tools 9 funktioniert der Import von OMF und AAF Dateien in Pro Tools und Pro Tools HD ohne extra Software).

Der OMF Import funktioniert über Import Session Data (File Menü). Im Navigationsfenster die gewünschte OMF Datei wählen - es öffnet sich eine Liste aller enthaltenen Audio Dateien. Hier wählt man am besten die Option New Track. Wir empfehlen aber auch weitere Optionen zu beachten:

Zum Beispiel ist es ratsam die Option “Ignore Clip-Based Gain” auf “Convert Clip-Based Gain to Automation” umzustellen. Weiters sollte man “Pan Odd Tracks Left/ Even Tracks Right” deaktivieren.

“Copy from Source Media” erstellt neue Audio Dateien im Session Audio Ordner. Damit stellt man sicher dass die Pro Tools Session nicht von der OMF abhängig bleibt und Audio Dateien nicht verloren gehen, sollte man die Session auf andere Drives oder Systeme verlegen. Jetzt auf O.K. klicken - Pro Tools kopiert die Audio Dateien und die Tracks erscheinen im Edit Fenster.

Jetzt kann es mit der eigentlichen Arbeit losgehen - als erstes sollte man die Tracks organisieren, wenn notwendig, Stereo-Tracks zuteilen und alles andere nach seinen Gewohnheiten einrichten.   

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