Im Test: BX_Limiter von Brainworx
Wednesday, December 12, 2012 at 4:53PM
Möchte man den Limiter auf seinem Master Channel entlasten um Artefacte und dergleichen zu vermeiden, dafür hat Brainworx mit dem bx_limiter sozusagen ein “kleines Besteck” entwickelt. Brainworx empfiehlt den bx_limiter als Stereo/ Multichannel Insert an Drums, Vocals, Bass oder Piano Tracks (oder Gruppen) einzusetzten um Pegelspitzen zu kontollieren, das Output-Level und empfundene Lautstärke zu maximieren, um Klangformung oder extreme Effekte zu gestalten oder mit der Saturation-Funktion Vintage Drum & Vocal Sounds zu erzielen. Kurzum, mit dem bx_limiter zähmt man ungebührliches Verhalten von Signalspitzen auf Spur-Level bevor das Signal zum Master-Channel gelangt.
Brainworx führt folgende Fakten zum bx_limiter an:
- CPU-freundlicher Limiter für Mono, Stereo & Multi-Channel Signale.
- Niedrige Latenz (2ms oder geringer).
- Mix Regelung zur Mischung von bearbeitetem und unbearteitetem Audiomaterial.
- Output Dim (Extra Output Regler bis -9db).
- XL Saturation.
- Vier Settings pro Preset (Automation von komplexen Settings möglich).
- Release Time justierbar.
- Algorithmen und Funktionen stammen vom “grossen Bruder” bx_XL V2 M/S Limiter.
Funktionen und Details: Das GUI vom bx_limiter ist schön übersichtlich aufgebaut und wer ein Minimum an Erfahrung im Einsatz von Limiter Plugins hat, wird sich sofort zurecht finden. Im unteren Bereich finden sich die Schieberegler für Treshold und Gain, die sich unabhängig oder gekoppelt verwenden lasssen. Gleich darüber finden sich einige Regelmöglichkeiten zur richtigen Verfeinerung seiner Einstellungen: Mit dem Channel Link regelt man den Grad der Koppelung des Limiters an die Links/Rechts oder Multi Kanäle. Der Release Time Regler setzt die Zeit fest, die es dauert bis das Signal nach dem Abfallen unter das Treshold Level wieder das original Level erreicht. Der Output Dimmer lässt das Signal am Ende nochmals ein wenig absenken, sollte man doch ein wenig Headroom brauchen. Hier ist nur eine Absenkung im Rahmen von -9db möglich. Also, wer “volles Rohr” will, für den ist dieser Regler sicher überflüssig, beim Mastering kann so ein bisschen Reserve enorm hilfreich sein. Mix regelt den Mix von “behandeltem” und originalem Audio, und zu guter Letzt zeigt eine Clip LED den Fall an dass das schon das Eingangssignal übersteuert ist (kann schon passieren wenn man z.b. die Outputs der Plugins vor dem Limiter zu heiss fährt….). Den XL Regler sollte ich nicht vergessen - leicht zu übersehen aber dennoch nicht zu unterschätzen (fügt Obertöne dritter und fünfter Ordnung zu). Möchte man seinem Mix noch etwas extra Druck verleihen könnte man mit einer kleinen Dosis XL das Signal gerade mal so ein bisschen über 0db drücken.
Auch eine Werkzeugleiste mit dem obligaten Bypass Button und einer Undo / Redo Funktion (32 Steps) steht zur Verfügung. Unter den A, B, C und D Buttons lassen sich vier Settings speichern die sich zum Einsatz an verschiedenen Stellen eines Mixes automatisieren lassen und der Reset Button stellt die Default-Einstellungen wieder her.
Fazit - ein phantastisches Limiter Plugin, präzise, effektiv und einfach zu bedienen.
bx_limiter kommt als AAX, AAX DSP, RTAS, AU, VST für Mac und PC und kostet regulär $160.-

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